Redaktionell. Unabhängig. Informativ.

Yikudo Titize ist ein Informationsblog, der öffentlich zugängliche Informationen über Weiterbildungsmöglichkeiten in Deutschland zusammenführt und redaktionell aufbereitet. Wir sind weder Bildungsanbieter noch Kursplattform.

Unser Ausgangspunkt ist eine einfache Beobachtung: Informationen über kostenlose und kostengünstige Weiterbildung in Deutschland sind vorhanden, aber oft schwer zu finden und schwer zu vergleichen. Bundeslandspezifische Regelungen zum Bildungsurlaub, unterschiedliche VHS-Preisstrukturen, eine wachsende Zahl an Online-Plattformen – wer sich einen Überblick verschaffen möchte, braucht Zeit und Geduld.

Wir nehmen uns diese Zeit und stellen die Ergebnisse übersichtlich dar. Alle Inhalte basieren auf öffentlich zugänglichen Quellen: Landesgesetze, Programmhefte der Volkshochschulen, offizielle Plattformseiten, Publikationen der Kultusministerkonferenz und ähnliche Materialien.

Was wir nicht tun

Wir verkaufen keine Kurse. Wir vermitteln keine Bildungsanbieter. Wir erhalten keine Provisionen für Empfehlungen. Es gibt auf dieser Website keine gesponserten Inhalte und keine bezahlten Platzierungen. Unsere Darstellung von Plattformen und Anbietern ist rein informatorisch und basiert auf öffentlich zugänglichen Angaben der jeweiligen Anbieter selbst.

Wir geben keine Rechtsberatung. Informationen zu Bildungsurlaub, Förderansprüchen oder rechtlichen Rahmenbedingungen dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine individuelle Beratung durch Rechtsexperten oder Beratungsstellen.

Bundesländer im Vergleich

Bildungsurlaub: Regelungen nach Bundesland

Die gesetzliche Grundlage variiert je nach Bundesland erheblich. Hier ein Überblick über die wichtigsten Unterschiede.

Baden-Württemberg

Bildungszeitgesetz (BzG BW). 5 Werktage pro Jahr, auf Antrag beim Arbeitgeber. Kurse müssen staatlich anerkannt sein.

Bayern

Kein Landesgesetz zum Bildungsurlaub. Freiwillige Vereinbarungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer möglich.

Berlin

Berliner Bildungsurlaubsgesetz. 10 Werktage in zwei aufeinanderfolgenden Jahren oder 5 Werktage jährlich.

Brandenburg

Brandenburgisches Weiterbildungsgesetz. 10 Werktage in zwei Jahren, mindestens 5 Arbeitnehmer im Betrieb.

Bremen

Bremisches Bildungsurlaubsgesetz. 10 Werktage in zwei Jahren. Gilt ab 6 Monaten Betriebszugehörigkeit.

Hamburg

Hamburgisches Bildungsurlaubsgesetz. 10 Werktage in zwei Jahren. Freistellung auch für politische Bildung.

Hessen

Hessisches Bildungsurlaubsgesetz. 5 Werktage pro Jahr. Gilt für Betriebe mit mindestens 5 Beschäftigten.

Mecklenburg-Vorpommern

Bildungsfreistellungsgesetz M-V. 5 Werktage pro Jahr. Betriebe mit 5 oder mehr Beschäftigten.

Niedersachsen

Niedersächsisches Bildungsurlaubsgesetz. 5 Werktage pro Jahr. Auch für Heimarbeiter anwendbar.

Nordrhein-Westfalen

Arbeitnehmerweiterbildungsgesetz NRW. 5 Werktage pro Jahr. Angebot muss als Weiterbildungsveranstaltung anerkannt sein.

Rheinland-Pfalz

Bildungsfreistellungsgesetz RLP. 10 Werktage in zwei Jahren. Antragsfrist: 6 Wochen vor Beginn.

Saarland

Saarländisches Bildungsfreistellungs- und Qualifizierungsgesetz. 6 Werktage pro Jahr.

Sachsen

Kein Landesgesetz. Keine gesetzliche Regelung für Bildungsurlaub in Sachsen.

Sachsen-Anhalt

Bildungsfreistellungsgesetz LSA. 5 Werktage pro Jahr. Gilt ab Betriebsgröße von 5 Beschäftigten.

Schleswig-Holstein

Bildungsfreistellungsgesetz SH. 5 Werktage pro Jahr. Seit 2012 auch für politische Bildung gültig.

Thüringen

Thüringer Bildungsfreistellungsgesetz. 5 Werktage pro Jahr. Gilt für alle Arbeitsverhältnisse.

Digitales Mikrozertifikat auf einem Bildschirm
Mikrozertifikate

Modulares Lernen mit nachweisbarem Ergebnis

Mikrozertifikate sind Nachweise über den Abschluss klar definierter Lerneinheiten. Sie unterscheiden sich von klassischen Hochschulabschlüssen durch ihren engeren thematischen Fokus, ihre kürzere Dauer und ihre Modularität.

In Europa arbeiten Hochschulen und Bildungseinrichtungen an einem gemeinsamen Rahmen für die Anerkennung von Mikrozertifikaten. Die Europäische Kommission hat 2022 eine Empfehlung zur Definition und gegenseitigen Anerkennung verabschiedet.

In Deutschland bieten unter anderem das Hasso-Plattner-Institut, verschiedene Fachhochschulen und spezialisierte Weiterbildungseinrichtungen Mikrozertifikate an. Auch auf internationalen Plattformen wie Coursera oder edX können Zertifikate erworben werden, die als Mikrozertifikate eingestuft werden.

  • Fokussiert auf klar umrissene Kompetenzen
  • Kürzere Lernzeit als klassische Abschlüsse
  • Digitale Nachweise (Open Badges, Blockchain)
  • Zunehmende Anerkennung durch Arbeitgeber